spamAls SPAM wird der massenhafte unaufgeforderte Versand von E-Mails bezeichnet. Dies ist in der Schweiz seit April 2007 gesetzlich verboten. Da Spammer meistens aus dem Ausland operieren, ist ein rechtliches Vorgehen praktisch aussichtslos.

Massnahmen gegen SPAM
Zwar gibt es diverse Möglichkeiten, SPAM zu bekämpfen, aber sie alle haben gewichtige Nachteile. Diese gilt es zu bedenken, bevor man sich für die Abwehr entscheidet. Kein SPAM-Filter arbeitet 100% fehlerfrei. So besteht immer die Gefahr, dass dieser Filter sich irrt und SPAM-Mails zustellt oder schlimmer: echte Mails als SPAM einstuft und löscht.

Kann ich es mir leisten, Mails von Kunden nicht zu bekommen?
Sie sollten sich diese Frage stellen, bevor Sie eine Anti-SPAM-Massname in Erwägung ziehen. Kaum eine Firma wird diese Frage ernsthaft mit "ja" beantworten können. Auch für Privatpersonen ist es oft unangenehm, wenn man sich nicht darauf verlassen kann, dass ein verschicktes Mail auch wirklich ankommt.

SPAM-Filter auf dem Mailserver
Es scheint auf den ersten Blick naheliegend, verdächtige Mails bereits auf dem Mailserver herausfiltern zu lassen, damit sie gar nicht erst im Postfach auf dem PC ankommen. Der grosse Nachteil: wenn sich der Filter irrt und echte Mails für SPAM hält, warten Sie vergeblich auf die Nachricht von Tante Lucy aus England oder auf die Antwort auf Ihre Supportanfrage bei der Firma Exemplast GmbH. Deshalb raten wir von einem SPAM-Filter auf dem Webserver ab.

Der lokale SPAM-Ordner
Jedes E-Mail Programm (Outlook, Thunderbird, ...) kennt SPAM-Ordner unterhalb des Posteingangs. Oft heisst dieser Ordner auch "Junk" oder "Junk E-Mail". Ankommende Mails werden nach gewissen Regeln identifiziert und gegebenenfalls automatisch in diesen SPAM-Ordner verschoben. Dieser SPAM-Filter ist lernfähig: wenn Sie manuell Mails in den SPAM-Ordner verschieben, werden Mails mit ähnlichen Merkmalen in Zukunft automatisch aus dem Posteingang beseitigt.

Tipp: kontrollieren Sie den SPAM-Ordner von Zeit zu Zeit und halten Sie nach echten Mails Ausschau. Besonders dann, wenn Sie die Antwort der Firma Exemplast GmbH vermissen oder von Tante Lucy ungewöhnlich lange nichts mehr gehört haben.

Fazit
Verzichten Sie auf SPAM-Abwehrmassnahmen auf dem Server. Konfigurieren Sie Ihr lokal installiertes E-Mail-Programm so, dass SPAM-verdächtige Mails automatisch in den speziellen SPAM-Ordner verschoben werden. Inspizieren Sie den SPAM-Ordner regelmässig oder bei Bedarf.