Hat Ihr Computer sein vermeintliches Lebensende erreicht? Erwägen Sie den Kauf eines neuen? Ohne schlechtes Gewissen?
Das Thema «Nachhaltigkeit» ist derzeit sehr aktuell, - zurecht! Oft kann die Lebensdauer eines Computers verlängert werden, wenn man die alte Festplatte durch eine neue, schnelle SSD ersetzt. Soll der PC weitergegeben oder entsorgt werden, ist es wichtig, die persönlichen (sensiblen) Daten sicher zu löschen!
Mit zunehmendem Alter neigen Computer dazu, immer langsamer zu arbeiten. Damit strapazieren sie die Nerven von uns allen. Wir haben zwei Lösungsvorschläge für mehr Nachhaltigkeit. Diese beiden Dienstleistungen können Sie auch gerne bei uns in Auftrag geben!
1. Festplatte ersetzen
In den allermeisten Fällen ist die Festplatte dafür verantwortlich, wenn ein Computer immer langsamer arbeitet und den Eindruck erweckt, als ob er sein Rentenalter erreicht hat. Oft kann aber die herkömmliche HDD mit relativ bescheidenem Aufwand durch eine SSD ersetzt werden. Diese Massnahme haucht dem Entsorgungs-Kandidaten neues Leben ein und ermöglicht ein paar zusätzliche Jahre flüssigen Arbeitens.
Vorgehen: HDD durch eine SSD ersetzen
- Bei Digitec kaufen wir eine SDD (wir rechnen mit Kosten von deutlich weniger als 50 Franken für eine 512 GB SSD).
- Über einen USB-Adapter verbinden wir die SSD mit dem alten PC.
- Nun kommt eine Software* zum Einsatz, mit der ein sogenannter Systemklon auf einen neuen Datenträger kopiert werden kann.
- Zum Schluss wird die vorhandene HDD ausgebaut und durch die neue SSD ersetzt.
* Wir können über gute Erfahrungen mit dem «AOMEI Backupper» berichten. Auch von der Firma EaseUS gibt es ein ähnliches Tool namens «Todo Backup Free», das wir empfehlen können.
2. Computer weitergeben
Vielleicht entscheiden Sie sich trotzdem für den Kauf eines neuen Rechners. Sie können zum Thema «Nachhaltigkeit» einen kleinen Beitrag leisten, indem Sie den alten PC zum Wiedereinsatz freigeben, anstatt ihn zu entsorgen. Dabei ist es von grosser Wichtigkeit, die persönlichen Daten sicher zu löschen. Die [Delete] Taste zu drücken entfernt Ihre sensiblen Dateien nur sehr oberflächlich. Mit ein wenig Fachwissen können sie von Drittpersonen wiederhergestellt werden und in falsche Hände gelangen. Auch das Leeren des Papierkorbs und nicht einmal das Formatieren der Festplatte würde dies verhindern.
Im Kassensturz vom 22.11.2022 auf SRF1 wurde unter anderem das Zerstören der Festplatte (zum Beispiel durch Aufbohren) erwähnt. Dies wäre zwar sehr sicher, hätte aber einen grossen Nachteil: kaum jemand wäre noch bereit, ein Wiedereinsatzgerät ohne Festplatte zu übernehmen. Das gleiche gilt für eine komplett gelöschte Festplatte. Ohne Betriebssystem startet kein PC und einen solchen PC bringt man nicht mehr unter die Leute. Wir hätten da eine bessere Idee:
Vorgehen: Persönliche Daten sicher löschen
- Wir fügen dem Computer ein neues lokales Benutzerkonto mit Admin-Rechten hinzu.
- Nach dem Ausloggen melden wir uns mit dem neuen Konto an.
- In der Systemsteuerung entfernen wir alle anderen noch vorhandenen Benutzerkonten mit der Option «Konto und Daten löschen».
- Es ist empfehlenswert zu überprüfen, ob Windows wirklich ganze Arbeit geleistet hat. Wir sehen im Windows Explorer unter C:\Benutzer bzw. C:\Users nach; es sollte nur noch das aktuell eingeloggte Konto und ein Konto «Öffentlich» vorhanden sein.
- Gibt es Benutzerdaten, die vielleicht nicht am dafür vorgesehenen Ort, sondern anderswo auf der Festplatte gespeichert wurden? Vielleicht sogar auf einer zweiten Festplatte bzw. Partition? Auch diese löschen wir.
- Gibt es Programme, die nicht an den neuen Besitzer weitergegeben werden sollen? Diese können in der Systemsteuerung deinstalliert werden.
- Nun ist es Zeit, den Papierkorb zu leeren. Auf der Festplatte ist danach wahrscheinlich viel leerer Speicherplatz vorhanden.
- Jetzt kommt eine Software* zum Einsatz, welche den freien Speicherplatz mittels Überschreiben löscht. Dabei werden unzählige kleine Dateien mit sinnlosem Inhalt auf die Festplatte geschrieben, bis sie voll ist. Dann werden diese sinnlosen Dateien wieder gelöscht. Was zurückbleibt könnte zwar wiederhergestellt werden, ist aber völlig wertlos. Das Betriebssystem und die installierten Programme bleiben unangetastet; der Rechner startet wie bisher und die Programme können weiterhin verwendet werden.

Screenshot: Löschen des freien Speicherplatzes mit CCleaner - Wenn der neue Besitzer den Namen des früheren Eigentümers nicht wissen darf, müssen alle Vorkommnisse in der Windows Registry gelöscht werden. Dort finden und löschen wir mit dem Tool «Regedit» eine vermutlich grosse Menge an Einträgen.
* Es gibt zahlreiche Tools, die das Löschen durch Überschreiben beherrschen. Wir verwenden und empfehlen gerne den «CCleaner» oder den «Secure Eraser». Nach unseren Erfahrungen dauert der Löschvorgang viele Stunden, egal welches Tool verwendet wird.